Meldung vom 28.03.2020

    Liebe Egelsbacherinnen und Egelsbacher,

    nachdem es in den letzten Tagen weniger Posts von meiner Seite gegeben hat, melde ich mich heute mal mit einem kleinen Wochenrückblick:

    Der Grund, warum ich mich in den letzten Tagen weniger gemeldet habe, ist eigentliche ein guter, denn es gibt nicht so viel Neues zu berichten. Aber was es zu berichten gibt, ist vorsichtig ermutigend. 

    1. Die Polizei und die Ordnungspolizei die seit Donnerstag patrouillierenden Streifen berichten in den letzten Tagen ausschließlich von keinen nennenswerten Verstößen gegen die Verordnungen des Landes. Auch wenn ich selbst unterwegs bin von und zum Rathaus, kann ich beobachten, dass die 2-Personen-Regelung weitestgehend eingehalten wird. Die Menschen halten Abstand und selbst Familien mit mehr als 2 Personen gehen dann in mehreren Gruppen. Dies ist ein sehr ermutigendes Zeichen. Ich danke Ihnen allen dafür. Bitte halten Sie auch weiter Abstand zueinander.

    2. Wir haben einmal die offiziellen Zahlen des Kreises seit dem 11.03. über die bestätigten Corona-Fälle ausgewertet und stellen fest, dass die Kurve bisher eher linear verläuft. Das heißt, der Anstieg beschleunigt sich nicht. Bisher haben wir im Schnitt rund 10 Fälle pro Tag. Natürlich fehlen für eine gründliche Analyse einige Zahlen (wie die Anzahl der Getesteten, Angaben über schwere Verläufe etc.), aber grundsätzlich stimmen mich die Zahlen vorsichtig optimistisch. 

    3. Der Verwaltungsstab hat weitgehend alle Vorbereitungen für die nächsten Wochen abgeschlossen. Als Gemeinde sind wir auch auf eine Verschlimmerung der Situation soweit wie es unter solchen Umständen überhaupt möglich ist vorbereitet. 

    4. Der geplante Lieferservice wird, so wie wir uns das bisher vorgestellt haben, nur schwer umsetzbar sein. Zum einen können die großen Ketten sich aufgrund ihrer zentralistischen Struktur nicht an dem System beteiligen. Zum anderen wird das bargeldlose Bezahlen für die kleineren Unternehmen schwierig. Deshalb arbeiten wir zurzeit an einer Plattform, die Helfenden und die Hilfsbedürftigen unter dem Dach der Gemeinde zusammenbringt. Die Gemeinde würde dann organisatorische Aufgaben übernehmen und die Helfer mit den notwendigen Hilfsmitteln ausstatten. Die Helfer müssten dann direkt mit den Hilfsbedürftigen abrechnen. Hier einen Modus zu finden, der für beide Seiten risikolos ist und direkten Kontakt verhindert, ist die Herausforderung. Nächste Woche werden dazu etwas vorstellen. 

    5. Zurzeit gibt es viele Initiativen im Ort und vor allem in den sozialen Medien, die sich für die Herstellung und das Tragen von Mundschutz einsetzen. Ich begrüße das ausdrücklich. Ich selbst habe vor ca. 1 Woche einen Stoff Mundschutz geschenkt bekommen. Seitdem trage ich ihn immer, wenn ich im Ort unterwegs bin. Er mag mich nicht so sehr vor Erregern schützen, aber er schützt meine Mitmenschen vor meinen potentiellen Erregern und gibt meinem Gegenüber das Gefühl, dass ich seine Sicherheit ernst nehme. Wenn wir möglichst alle im öffentlichen Raum solchen Schutz tragen, ist dies ein weiterer Baustein, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Also tragt bitte einen Mundschutz.


    6. Ich würde gerne auch alle Erzieherinnen und Erzieher der Gemeinde mit einem solchen Mundschutz ausstatten, damit wir auch hier mehr Sicherheit bekommen. Wir brauchen etwa 100 Stück. Die Erzieherinnen und Erzieher selbst haben bereits mit der Produktion begonnen. Wer hier etwas beisteuern kann und will, melde sich bitte unter unter Angabe der Stückzahl und den Preis. 

    Jetzt wünsche ich uns allen ein ruhiges Wochenende und bleiben Sie gesund.

    Herzliche Grüße 

    Tobias Wilbrand 

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