Aktuelles

    Stimmungsbild und Zwischenbilanz 

    Nach erfolgreicher Auftaktveranstaltung Mitte Februar und erstem Treffen der Arbeitsgruppen Anfang März haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun auch erfolgreich die zweite Sitzungsrunde abgeschlossen. Damit beginnt nun die Phase des selbstorganisierten Arbeitens: In dieser Zwischenphase treffen sich die Arbeitsgruppen zu weiteren 1-3 Terminen, um die thematischen Inhalte tiefergehender und detaillierter zu diskutieren.

    Die anfängliche überschwängliche Euphorie (in einigen AK saßen zu Beginn über 20 Teilnehmer) wurde etwas getrübt durch eine leicht nachlassende Nachfrage, die sich durch einige Lücken an den Arbeitstischen bemerkbar machte. Dies wird allerdings nicht übermäßig negativ bewertet, da die Gruppengrößen (im Schnitt 12-14 Teilnehmer) für Egelsbacher Verhältnisse recht ordentlich ausfällt.  

    Die Stimmung in den Arbeitskreisen ist nach wie vor sehr gut. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hoch motiviert und freuen sich über die Möglichkeit, ihre Ideen und Gedanken in den Leitbildprozess mit einfließen zu lassen, wenn auch das ein oder andere Thema zum Teil sehr lebhaft und kontrovers diskutiert wird.

    Einige Aspekte werden immer wieder genannt, wie z. B. die Forderung nach mehr Wertschätzung für das Ehrenamt oder der Wunsch nach mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an politischen Entscheidungsprozessen. Darüber hinaus wünschen sich die Menschen eine behutsame und nachhaltige Stadtentwicklung, die auch Wohnraum für Normalverdiener schafft. Der Arbeitskreis „Wohnraum in Egelsbach“ widmet sich  genau dieser Frage. Gibt es Möglichkeiten zur Nachverdichtung, ohne ökologisch wertvolle Flächen im Außenbereich anzutasten.

    Wie können wir eine attraktive und zeitgemäße Symbiose von Wohnen und nicht störendem Gewerbe schaffen? Hier ist eine Möglichkeit die Ausweisung neuer „Urbaner Gebiete“. Es gilt zu untersuchen, ob, wo und unter welchen Voraussetzungen dies realisiert werden kann.

    Eine weitere Option für Egelsbach wird im Arbeitskreis „Gewerbeansiedlung“ aktuell diskutiert: Die Ansiedlung und Förderung wissensbasierten Gewerbes. Durch die Nähe zu wissensorientieren Unternehmen und sog. Leuchtturm-Organisationen, wie beispielsweise der GSI, der ESA/ESOC, oder der TU in Darmstadt, um nur einige wenige zu nennen, könnte dies eine Option für Egelsbach sein; nicht zuletzt, um auch der Gemeinde als Teil der Metropolregion ein eigenständiges Profil zu geben.

    Ein weiteres Thema, dass Viele interessiert ist der Klima- und Umweltschutz. Dieses Thema bewegt jeden, ist hoch-emotional besetzt und sorgt für regelrechten „Zündstoff“ in den Diskussionsrunden.

     Der AK Klima trifft sich beispielsweise in drei Untergruppen (UG Umwelt/Naturschutz; UG Umwelt/Klima; Umwelt/Verkehr) und hat bereits zum jetzigen Zeitpunkt sehr gute Ergebnisse erarbeitet – unter anderem einen Entwurf für ein umweltverträgliches Verkehrskonzept. Am Donnerstagabend (11.04.19) fand ein Gespräch in den Räumen der evangelischen Kirche mit Vertretern der Stadtwerke Langen zum Thema "Klima und Energie" statt. Diskutiert wurde über die Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien (Wind-Kraft; Geothermie; Solarenergie, etc.). Die Ergebnisse der Diskussion sind demnächst auf der Homepage der Gemeinde Egelsbach nachzulesen.

    Eine ähnliche Arbeitsform hat auch der AK Sport- und Freizeit für sich entdeckt: Der Kreis hat sich in zwei Gruppen mit entsprechender Schwerpunktsetzung aufgeteilt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises arbeiten sehr effektiv und haben bereits zum jetzigen Zeitpunkt konstruktive Zielformulierungen vorgenommen. Die Themen und Ideen sind sehr vielfältig und facettenreich. So reicht die Bandbreite von der Einrichtung eines Cafés am Bruchsee über die Installation eines Hindernis-Parcours bis zur Schaffung neuer Sportstätten, oder auch Begegnungsstätten für Jung und Alt (wie kürzlich im AK Demographischer Wandel geäußert). Die Gruppe wünscht sich unter anderem mehr Treffpunkte und Orte an denen sich die Generationen begegnen können.  Zielgruppenorientierte Angebote und alternative Wohnformen müssen diskutierte werden.

    So vielfältig wie die Themenauswahl, so unterschiedlich sind auch die Interessen, Sichtweisen und Ansprüche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dies führt zu teilweise kontroversen Debatten.

    Insgesamt kann man aber festhalten, dass sich in allen AK die Themen konkretisieren, Schwerpunkte herausbilden und bereits erste übergeordnete Ziele formuliert werden.

    Man kann die Diskussion auf drei wesentliche Punkte/Fragen herunterbrechen:

    -          Wie können wir bezahlbaren Wohnraum schaffen?

    -          Wie können wir unser Klima/ Umwelt schützen?

    -          Wie können wir die Gemeinde zukunftsorientiert fit machen für künftige Herausforderungen wie z. B. steigende Ein
                wohnerzahlen oder eine alternde Gesellschaft.

    Der Leitbildprozess bietet zum einen die Möglichkeit, Ideen und Konzepte zu entwickeln und Gleichzeitig die Chance zur Profilbildung. Dank der regen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sind wir auf einem guten Weg.

     

     

     

    Stand: 16.04.2019

     

     

     

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