Flugroute "AMTIX"...

    Amtix-Verlegung auf Eis gelegt - Stand 20.02.2018

    In ihrer jüngsten Sitzung hat die Fluglärm-Kommission das „Maßnahmenpaket Aktiver Schallschutz“ (welches auch die Nordverschiebung der Amtix-Route vorsieht) lediglich zur Kenntnis genommen. Damit ist die Umsetzung b.a.w. nicht möglich, da ohne ein positives Votum der Kommission bisher keine Maßnahmen zum aktiven Schallschutz umgesetzt wurden. Ebenso vom Tisch ist damit das vorgesehene Konsultationsverfahren der betroffenen Kommunen, darunter auch die Gemeinde Egelsbach.

    Fazit: Ob ohne das eindeutige Votum der Kommission die Maßnahmen nun überhaupt in absehbarer Zeit umgesetzt werden ist fraglich. Siehe auch Pressemitteilung der Kommission vom 14.02.2018 unter diesem

    Link http://www.flk-frankfurt.de/eigene_dateien/aktuell/2018-aktuelles/pm_flk_zur_244__sitzung_am_14.2.2018.pdf

    Egelsbach nimmt am Konsultationsverfahren teil!

    Am 27.01.2018 veröffentlichte das Forum Flughafen und Region (FFR) das 2.Maßnahmenpaket zum aktiven Schallschutz. Ziel des Pakets ist die Reduktion des Fluglärms in der Gesamtregion Rhein-Main. Das Paket erhält auch zur Entlastung der nördlichen Darmstädte Stadtgebiete die mögliche Verlagerung der Abflugroute "Amtix kurz" (siehe Abbildung).

    Auch wenn Egelsbach in den vorgelegten Dokumenten nur im erweiterten Kontrollgebiet  aufgeführt wird, sind Beeinträchtigungen durch die Nordverschiebung für das Wohngebiet Bayerseich zu erwarten. Deshalb hat der Gemeindevorstand einstimmig die Teilnahme am in Kürze beginnenden Konsultationsverfahren beschlossen.

    „Wir möchten uns aktiv am weiteren Verfahren beteiligen“ stellt Bürgermeister Jürgen Sieling fest und fährt fort: „Es ist wichtig, dass wir unsere Position in die Gremien einbringen können.“

    Die Gemeinde Egelsbach wird sich im Konsultationsprozess eng mit den Gemeinden Erzhausen und Messel abstimmen. Dies haben die Bürgermeister Sieling (Egelsbach), Seibold (Erzhausen) und Larem (Messel) beschlossen.

    „Auch wenn Egelsbach gegenüber Erzhausen und Messel eine deutlich geringe Mehrbelastung zu erwarten hätte, wollen wir uns solidarisch und gemeinsam mit den Nachbarkommunen engagieren und natürlich für unsere originären Egelsbacher Interessen einsetzen“ ergänzt Sieling.

    Einig ist man sich bereits darin, dass die Entscheidung des FFR ein Darmstädter Beratungsbüro mit dem Konsultationsverfahren zu beauftragen, nicht die beste Grundlage ist. Denn die Stadt Darmstadt wäre Hauptprofiteur der Nordverschiebung.

    „Es wäre zu erwarten gewesen, dass das FFR in Kenntnis der sich so diametral gegenüber stehenden Interessen einen auch für alle Beteiligten erkennbar neutralen Vermittler beauftragt hätte“ unterstützt Bürgermeister Sieling die Kritik seiner Kollegen Seibold und Larem. „Wir hoffen, dass das FFR hier ein erkennbarer Schritt auf die sich schlechter stellenden Kommunen geht!“

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